KOMA medien: eLearning blog

Bloggende Wissenschaftler? Zumindest nicht in Deutschland.

Es gibt Internet-Experten, die im Internet selbst kaum in Erscheinung treten: Bloggende oder twitternde Professoren sind in Deutschland eine Seltenheit. Eine vergebene Chance.

» Webscheue Wissenschaftler im Hyperland-Blog des ZDF

Science Slam Dortmund im Livestream

Ich hatte kürzlich schon vom Science Slam in Berlin berichtet. Wer nicht dort war, sich aber zumindest ein Bild der Veranstaltung machen möchte, kann dies heute nachholen, wo der Slam in Dortmund stattfindet.

Da dies für die meisten Leser sicher etwas kurzfristig und ggf. auch zu weit weg ist, bietet der Veranstalter gestreamte Bewegtbilder im Netz an. Ab 20:15 – also zur besten Sendezeit – gehts los.

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eLearning mal so nebenbei

Und auf einmal wird eLearning wieder salonfähig und präsent in den Gazetten.

Grund ist die Aussetzung der Wehrpflicht sowie die Abschaffung der 13. Klassen in vielen Bundesländern, die eine Studierendenschwemme für das kommende Semester prognostizieren. Doch was hat das mit eLearning zu tun? Der Tagesspiegel und die Morgenpost — um nur zwei Berliner Beispiele zu nennen — schreiben da so lapidar

Um den Andrang bewältigen zu können, soll auch am Sonnabend und elektronisch gelehrt werden.

oder

E-Learning gegen volle Hörsäle

Ist eLearning wirklich nur dazu da, volle Hörsäle zu vermeiden? Ist eLearning nur ein Lückenfüller, bis sich die Lage entspannt hat? eLearnt man wirklich nur so nebenbei?

Es beschleicht mich das Gefühl, dass hierbei viel zu kurz gedacht wird, befeueren diese Thesen doch unter anderem wieder diejenigen, die immer predigen: »Wenn ich eLearning anbiete, dann geht doch keiner mehr in die Vorlesungen«. Aber vielleicht ist es ja auch ganz anders und o.g. Zeitungen wollen die Leser einfach nicht mit der ganzen Thematik überfordern — Zitat Tagesspiegel: »Dazwischen soll elektronisch gelernt werden (eLearning).«

Einladung zum Science Slam 2011

Logo Science SlamEine Einladung der besonderen Art gibt es heute für alle Leser: Am 16. Februar wird bereits zum vierten Mal der sog. »Science Slam« veranstaltet.

Unter dem Motto »Bühne frei für die Wissenschaft« gehts um 20.30 Uhr im Lido, Cuvrystr. 7, in Berlin-Kreuzberg los.

Science Slam? Wat’n das?


Der Science Slam holt die Wissenschaft aus dem Elfenbeinturm und bringt sie in die Popkultur.

Nachwuchswissenschaftler haben beim Science Slam zehn Minuten Zeit, um ihr Forschungsprojekt in einem unterhaltsamen, populärwissenschaftlichen Vortrag vorzustellen. Bei der Präsentation sind alle Hilfsmittel erlaubt – ob PowerPoint, Filmausschnitte, Requisiten oder Experimente. Und wie beim Poetry Slam bildet das Publikum die Jury und entscheidet, wer am Ende des Abends zum Sieger gekürt wird! Dabei geht es nicht vorrangig um den wissenschaftlichen Wert der Arbeit, sondern auch um eine verständliche und unterhaltsame Darstellung des Themas und des Forscheralltags.

Der Science Slam möchte Wissenschaftler ermutigen, ihre Arbeit auf anschauliche und leicht verständliche Art darzustellen und das Publikum dazu auffordern, sich mit Wissenschaft aktiv auseinanderzusetzen. Für Institute bietet er eine gute Möglichkeit, ihre wissenschaftliche Arbeit und ihre Themen der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Für den Science Slam am 16. Februar werden noch Studenten oder Wissenschaftler gesucht, die mitmachen möchten! Präsentiert werden können eigene Abschlussarbeiten oder Forschungsprojekte aller Art, aus jedem Fach, von jeder Hochschule und jedem Institut.

Weitere Informationen, Bilder und viele Pressestimmen unter www.scienceslam.de/berlin oder in diesem PDF.

Anmeldung und Kontakt: Julia Offe, berlin[at]scienceslam.de oder unter 0179 – 203 6765

Die Gewinner des D-ELINA 2011

Nachdem bereits über die Nominierungen für den D-ELINA 2011 berichtet wurde, dürfen natürlich auch die Gewinner der jeweiligen Kategorien fehlen.

In der Kategorie Campus geht der Preis an Heiko Merle von der TU Darmstadt für sein StahlbauWiki, in der Kategorie Professional erhält ein Team der Deutschen Welle den Preis für Jojo – Telenovela für Deutschlerner, ein ungewöhnliches Konzept fürs Sprachenlernen. Überreicht wurden die vom D-ELAN ausgelobten Preise und Schecks über jeweils 1.000 EUR Preisgeld von Thomas Konrad-Picard, Commerzbank AG und Hans Gieringer, bitmedia GmbH heute Nachmittag auf der diesjährigen LEARNTEC in Karlsruhe.

» weitere Informationen

Wir gratulieren den Gewinnern!

L3T — Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien veröffentlicht

Die geballte eLearning-Elite aus D-A-CH hat sich letztes Jahr aufgemacht, ein neues Standardwerk in Sachen moderner Lehre und Lernens zu schaffen. Herausgekommen ist ein Sammelsurium voller qualitativer Texte, das in keiner Privatbibliothek fehlen darf. Insgesamt 115 Autor/innen (darunter unter anderem renommierte ProfessorInnen wie Rolf Schulmeister (Universität Hamburg), Gabi Reinmann (Bundeswehr Universität München), Frank Kappe (TU Graz), Peter Baumgartner (Donau-Universität Krems) u.v.m.) und über 80 Reviewer/innen sowie viele weitere Personen haben es möglich gemacht, das Themenfeld umfassend darzulegen.
Die Inhalte splitten sich zunächst in einem recht umfassenden Einführungsbereich, der dann vertieft wird und schlussendlich Spezialthemen Platz macht.

Das L3T-Lehrbuch wendet sich an Studierende und Lehrende an Hochschulen im deutschsprachigen Raum. Es unterstützt Kurse, Seminare, Vorlesungen und Studiengänge im Bereich des technologiegestützten Lernens. Die Inhalte sind fächerübergreifend aufbereitet und berücksichtigen unterschiedliche Lernniveaus ebenso wie vorhandene Vor- und Fachkenntnisse. Viele Kapitel können zudem in der Erwachsenenbildung eingesetzt werden. Zielgruppe sind daher all jene, die sich für einen fundierten Sammelband zum Thema technologiegestütztes Lernen und Lehren interessieren.

Zusätzlich ist eine iPad-App herausgekommen, in der ein ganzes Kapitel als interaktives Buch umgesetzt wurde. Prädikat wertvoll.

Lange Rede, kurzer Sinn. Probieren Sie es einfach aus, lesen Sie und schauen Sie sich den Prozess bis zur erfolgreichen Veröffentlichung an. Und werden Sie vor allem Pate für ein Kapitel, damit dieses großartige Projekt weiterhin betrieben wird.

The Noun Project – Piktogramme kostenlos

Dem einen oder anderen mit Sicherheit schon bekannt, aber als Linktipp unbedingt weiterzuempfehlen: The Noun Project – Building a Free Collection of Symbols sammelt, organisiert und produziert die überall in der Welt verständlichen Piktogramme. Und das beste: Die Symbole sind völlig kostenlos und durch das SVG-Format frei skalierbar.

The Noun Project’s mission is to share, celebrate, and enhance the world’s visual language. Our goal is to collect and organize all the symbols that form our language into one easy-to-use online library that can be accessed by anyone. All the symbols on our site are completely free to download, and can be used for design projects, architecture presentations, art pieces – just about anything.

Nominierungen für den D-ELINA 2011

Die Nominierungen für den D-ELINA 2011 in den Kategorien „Campus“ und „Professional“ stehen fest. Verliehen werden die Preise in oben genannten Kategorien am 1. Februar 2011 auf der LEARNTEC in Karlsruhe. Auf der internationalen Leitmesse für professionelle Bildung, Lernen und IT kann man die prämierten Projekte (Stand A 50) vom 1. bis 3. Februar auch selbst erleben.

Kategorie „Campus“:

  • StahlbauWiki“ wurde im Bauingenieurstudiengang der TU Darmstadt entwickelt und ist fester Bestandteil im Curriculum. Der Fokus des Projekts liegt auf einer Kombination aus Online-Lernumgebung und didaktischem Design. Das Wiki enthält von Experten generierte Seiten und kann in Teilbereichen durch die Teilnehmer erweitert, editiert, kommentiert und strukturiert werden. Das durchdachte Konzept aus Technik und Didaktik wird ab 2011 durch den Architekturstudiengang über die Grenzen des Bauingenieurwesens hinaus verbreitet und angewendet.
  • „MY project“ steht für Manage Your Project und ist eine innovative Blended Learning Konzeption, um Studierenden das Projektmanagement in Theorie und Praxis näher zu bringen. Die Plattform bündelt dabei verschiedene Werkzeuge, professionelle Vorlagen, zahlreiche kooperative Funktionen und Informationsressourcen zur gezielten Unterstützung der studentischen Projektarbeit. Zu einzelnen Projektphasen werden kontextsensitive E-Learning- Module angeboten, die im Bedarfsfall das nötige theoretische Rüstzeug vermitteln.
  • „Evaluation von Lehr- und Lernprozessen“ ist ein Studienprojekt mit dem Ziel, die Möglichkeiten modernen E-Learnings an ausgewählten Inhalten explorativ zum Einsatz zu bringen und den daraus resultierenden Mehrwert seitens der Studierenden zu erfassen. Versucht wird, statisch bereitgestellte Texte einer Lerneinheiten mittels eines erhöhten Grades an Interaktivität und grafischer Aufbereitung in ihrem didaktischen Wert zu steigern. Durch unterschiedliche Arten der Aufbereitung von Lerninhalten und Interaktionsmöglichkeiten und deren Auswertung sollen Erkenntnisse über mögliche Vor und Nachteile eingesetzter Lehrdesigns gewonnen werden.

Kategorie „Professional“:

  • WissensWert Blog Carnival“ verbindet jeweils verschiedene Beiträge unterschiedlicher Autoren zu einem vorgegebenen Thema. Durch seinen offenen Charakter wird ein Blog Carnival zur »Mitmachzeitschrift« im Internet. Aus der Sammlung der Beiträge entsteht ein vielfältiges Wissensgefäss, das Erfahrungen sowie Ansichten der Teilnehmenden vereint und das jedermann als digital benutzbare Dokumentation verwenden kann. Der thematische Schwerpunkt des WissensWert Blog Carnivals liegt auf den Themen Enterprise 2.0, Knowledge Management und E-Learning.
  • Jojo – die Telenovela für Deutschlerner“ ist ein innovatives, multimediales Lernformat, mit dem die Deutsche Welle vor allem junge Leute weltweit für die deutsche Sprache begeistern will. Die Verbindung von Sprachlerninhalten mit dem Unterhaltungsgenre Soap macht die eigentlich didaktischen Inhalte für den Nutzer attraktiv. Die Dynamik der Serienfortsetzungen schafft es, ihn langfristig an das Format zu binden. Die Lerner werden auf diese Weise ohne „didaktischen Zeigefinger“ fürs Deutschlernen begeistert. Zu jeder Folge gibt es interaktive Übungen, Manuskript und Glossar sowie Arbeitsblätter. Die Facebook-Fanseite zur Telenovela bietet zusätzlich Interaktions- und Anwendungsmöglichkeiten.
  • Simpleshow“ ist ein Videoclipformat zur verständlichen Darstellung komplexer Sachverhalte. Dazu werden gezeichnete Figuren, Formen und Illustrationen von zwei Händen auf einer weißen Fläche bewegt, um Prozesse zu visualisieren oder Produkte und Themen zu erläutern. Grundregel dabei ist: eine Information wird auf ihre Aussage reduziert, in eine leicht nachvollziehbare Argumentation eingebettet und diese symbolisch visualisiert. Mitarbeitern, Kunden oder Partnern kann so in kurzer Zeit einprägsam Wissen vermittelt werden.

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Virtual Classrooms an Floridas Schulen

Leere Klassenzimmer bald die Regel?
Empty Classroom: Max Wolfe @ flickr

Wie es so üblich ist, haben die Vereinigten Staaten in Sachen Experimentierfreude wieder einmal die Nase vorn. Die North Miami Beach Senior High School – eine sogenannte secondary school – ist eine von zahlreichen Schulen eines staatlichen Programms, das ihren Lehrbetrieb in den Kernfächern als Virtual Classrooms veranstaltet, welche ohne Präsenzlehrkräfte auskommen; lediglich ein Betreuer zur Hilfestellung und für technische Angelegenheiten steht den Schülern zur Verfügung.

The online courses are provided by Florida Virtual School, which has been an option in the state’s public schools. The virtual school has provided online classes for home-schooled and traditional students who want to take extra courses. Students log on to a Web site to gain access to lessons, which consist mostly of text with some graphics, and they can call, e-mail or text online instructors for help.

» In Florida, Virtual Classrooms With No Teachers

PM: MMB Learning Delphi 2010 veröffentlicht

Social Networks werden immer häufiger auch zum Lernen genutzt. Oft dienen sie als Ergänzung zu Blended-Learning-Angeboten, die nach wie vor die größte Bedeutung für die betriebliche Weiterbildung haben. Das ist eines der Ergebnisse der jährlichen Expertenbefragung „MMB Learning Delphi“, die vom MMB-Institut im Frühjahr 2010 bereits zum fünften Mal durchgeführt wurde.

Die Pressemitteilung:

Social Networks werden immer häufiger auch zum Lernen genutzt. Oft dienen sie als Ergänzung zu Blended-Learning-Angeboten, die nach wie vor die größte Bedeutung für die betriebliche Weiterbildung haben. Das ist eines der Ergebnisse der jährlichen Expertenbefragung „MMB Learning Delphi“, die vom MMB-Institut im Frühjahr 2010 bereits zum fünften Mal durchgeführt wurde.
In diesem Jahr haben sich insgesamt 65 Expertinnen und Experten an der Online-Befragung beteiligt – ein neuer Teilnehmerrekord. Zu den Befragten gehören E-Learning-Dienstleister, Forscher und Berater genauso wie Vertreter von öffentlichen Einrichtungen und Medien. In diesem Jahr waren zudem mehr E-Learning-Anwenderunternehmen vertreten. Zum mittlerweile fünften Mal schätzten die Teilnehmer ein, wie der Stand der betrieblichen Weiterbildung und des digitalen Lernens heute ist – und wie die Entwicklung in drei Jahren aussehen wird.

Ein zentrales Ergebnis der Experteneinschätzung: Unternehmen setzen auch weiterhin auf traditionelle und „gemischte“ E-Learning-Formen, vor allem Blended Learning. Hinzu kommen aber mehr und mehr Social Media-Elemente, wie Lerner Communities oder Social Networks allgemein. Dass sich Micro Blogging-Dienste wie „Twitter“ auch zur betrieblichen Weiterbildung eignen, das glauben nach wie vor nur wenige Experten.

Darüber hinaus macht die Befragung eines deutlich: Unternehmen scheinen sich von „offenen“ Lernsystemen abzuwenden, die für alle Internet-Nutzer zugänglich sind. Stattdessen bevorzugen sie eher unternehmensinterne Lösungen wie Unternehmenswikis und interne Fachforen.

Die Experten wurden auch wieder gebeten, spontan E-Learning-Trends ohne Vorgabe zu nennen. Am häufigsten wurden die Trends „Mobile Learning“ (Platz 1) und „Rapid Learning“ (Platz 2) geäußert. Auch bei dieser Frage stuften die Befragten die traditionelle Mischform „Blended Learning“ hoch ein – dieser Lerntrend wurde am dritthäufigsten angegeben.

Bei der Bewertung von Weiterbildungsszenarien gehen die Befragten davon aus, dass „Mikro-Learning“, also die Nutzung kleinster Lernmodule zur Problemlösung am Arbeitsplatz, in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen wird. Und knapp drei Viertel der Befragten schätzen, dass „Software as a Service“, also die Nutzung von Software auf einem fremden Server via Internet, für die Bereitstellung von E-Learning-Angeboten künftig eine zentrale Bedeutung haben wird.

Mittlerweile zum festen Fragenkatalog gehört die Frage nach den Zielgruppen für E-Learning. Auf Platz eins der Top-Zielgruppen für die E-Learning-Wirtschaft liegen nach wie vor Großunternehmen. Allerdings holen Kleine und
Mittlere Unternehmen stark auf – 2009 noch auf Platz vier, belegen Sie in diesem Jahr den zweiten Platz der Top-Zielgruppen.

Unter den E-Learning-Zielgruppen innerhalb der Unternehmensbelegschaft stehen – exakt wie im vergangenen Jahr – wieder junge Mitarbeiter mit Vorbildung, wie „Auszubildende“, „Berufsrückkehrer“ sowie „Sach-“ und „Facharbeiter“, ganz vorne. Weniger Experten sehen bei anderen – unter Umständen benachteiligten – Mitarbeitergruppen, wie „Ältere Mitarbeiter“, „Ungelernte Hilfskräfte“ und „Mitarbeiter mit Migrationshintergrund“, eine Zielgruppe für das betriebliche E-Learning. Auch „Führungskräfte“ gehören nicht zu den bevorzugten Adressaten für E-Learning.

Erstmals wurden die Teilnehmer nach ihrer Einschätzung zu konkreten ELearning-Veranstaltungen gefragt. Die „LEARNTEC“ und die „Zukunft Personal“ sind nach Meinung der Befragten die Formate, die auch in Zukunft das größte Potenzial für das Branchenmarketing besitzen. Die „CeBIT“ als ELearning-Forum liegt hingegen weit abgeschlagen – fast zwei Drittel der Befragten sehen hier zukünftig nur noch geringes Potenzial.

Die ausführlichen Ergebnisse der diesjährigen Studie „MMB Learning Delphi“ sind als „MMB-Trendmonitor II/2010“ veröffentlicht worden, der auf unserer Website als Download zur Verfügung steht: www.mmb-institut.de