KOMA medien: eLearning blog

Wie Google Wissen schafft oder die Wissenschaft vergoogelt

Google als Datenkrake?
foto: ricardo.martins@flickr

Die Datenkrake Google hat wieder ihre Fangarme ausgeworfen und greift nun nach dem Know-How der Wissenschaft.

Laut einem Artikel von Spiegel Online sollen Forscher künftig umfangreiche Datensätze kostenlos auf Google-Servern abladen und der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Dabei – so schreibt der Autor weiter – sei es das Ziel

[langfristig] möglichst viele wissenschaftliche Datensätze frei verfügbar zu machen. Damit soll beispielsweise auch Freizeit-Forschern die Möglichkeit gegeben werden, sich mit professionell gesammelten Daten zu beschäftigen.

Davon halten kann man grundsätzlich viel, da freies Wissen in vielen Bereichen noch ein Fremdwort ist. Die Kehrseite der Medaille ist dabei allerdings, dass sich (Achtung, Konjunktiv!)

  1. die Wissenschaft von Google abhängig machen
  2. Google sämtliches Wissen der Welt für eigene Zwecke verwenden, sowie
  3. ein zentrales Wissensarchiv auch gehörig Gefahren bergen

könnte. Ich für meinen Teil stehe dem Vorhaben eher skeptisch gegenüber, hoffe aber, dass die Wissenschaft schlau genug ist, sich nicht vollständig einem (nach wie vor gewinnorientierten) Konzern anzuvertrauen.

Sie können die Kommentare auch per RSS 2.0 Feed abonnieren.