Wer auf vielfältige Architektur steht, sollte unbedingt in diese Stadt. Sozialistische Architektur und moderner Klassizismus treffen auf viktorianischen Stil, Art Déco- und Jugendstil-Elementen. Hinzu kommt großstädtisches Flair mit breiten Magistralen und opulenten Plätzen, gepaart mit überdimensionierten Werbebannern und lokalen Street Food-Märkten. Ein wunderbarer Stilmix.
Eines der größten Gebäude der Welt ist der Parlamentspalast in Bukarest, welches auf der Besuchsliste der rumänischen Hauptstadt ganz oben stehen sollte. Nachdem man einen schmalen Taler und Ausweisdokumente an der Rezeption abgegeben sowie die überaus ambitionierte Sicherheitskontrolle passiert hat, gelangt man mittels eine Guides in das Innere des „Haus des Volkes“. Auf 2,6 km Fußmarsch durch den Palast wird über die Geschichte des Palastes erzählt, um am Ende zu erfahren, dass man nur 5% des Gebäudes gesehen hat.
Zwei Fun Facts am Rande:
Seit 2013 hat Rügen eine neue Touristenattraktion zu bieten: Das Naturerbe-Zentrum Rügen. Ein Teil dessen ist der Baumwipfelpfad, welcher durch den typischen Buchenwald führt. „Höhepunkt“ der Anlage ist ein 40 m hoher Aussichtsturm, der einem Adlerhorst nachempfunden ist und die Insel überblicken lässt.
Schlussendlich noch ein paar Zahlen für die Architektur-Nerds: Für die Konstruktion wurden 1250m³ Lärchen- und Douglasienholz verschraubt, das Rondell in den Turm beträgt 600 Meter und der Durchmesser innerhalb des Turmes – in welchem sich der wohl einsamste Baum der Welt befindet – ist 17 Meter.
Ein ingenieurstechnisches und architektonisches Highlight befindet sich in der Nähe der Stadt Falkirk: Das Falkirk Wheel. Es hebt und senkt auf 24 Metern bedürftige Boote zwischen den Flüssen Clyde und Forth – die direkte Schiffsverbindung zwischen Glasgow und Edinburgh – und ist in dieser Konstruktion einmalig auf der Welt.
Am Ende der Royal Mile – vis-à-vis des schottischen Sommersitzes der Queen – befindet sich seit 2004 das neue schottische Parlament. Das architektonisch durchaus interessante Bauwerk wurde vom Spanier Enric Miralles entworfen, der unter anderem auch zahlreiche Objekte für die Olympiade 1992 in Barcelona gestaltete. Die Eröffnung des Parlaments erlebte Miralles jedoch nicht mehr, da er bereits 2000 verstarb.
Die ursprünglich geplanten ca. 40 Mio. Pfund Kosten stiegen insgesamt auf 431 Mio. Pfund. Damit hat Schottland neben dem modernsten auch das teuerste Parlamentsgebäude weltweit. Doch: Leser des Prospect Magazine wählten das Bauwerk im Oktober 2005 auf Rang 4 der wichtigsten modernen Gebäude in Schottland. Wenn das mal nix ist.
Gestern hatten wir es mit den sieben Hügeln Edinburghs, heute gibt’s die Details eines Exemplares. Der Arthur’s Seat ist quasi der Hausberg Edinburghs und recht einfach zu besteigen. Hinter dem Holyrood Park führt ein befestigter Fußweg um den Berg herum und man schlägt sich über den Bergrücken auf das Plateau – nicht verwirren lassen! Oben angekommen erwartet einen ein fantastischer Blick auf die Stadt.
Edinburgh wird auch die „Stadt der sieben Hügel“ genannt: Arthur’s Seat, Castle Rock, Calton Hill, Corstorphine Hill, Braid Hills, Blackford Hill und Craiglockhart Hill. Alle habe ich nicht bestiegen – wie es der Schotte offenbar gern tut – aber zumindest von den wichtigsten ein paar Eindrücke auf die Stadt mitgenommen.
Neben dem Eilean Donan Castle sicherlich der meistfotografierte Spot Schottlands: Neist Point. Über abenteuerliche einspurige Straßen, zahlreichen Haltebuchten und unzähligen Viehgittern erreicht man den westlichsten Punkt der Isle of Skye. Dort angekommen unbedingt nicht den Touristenströmen folgen, sondern rechts auf die Klippen abbiegen und zunächst die Aussicht genießen.